Tauchplatz Blue Hole
Das nördlich von Dahab gelegene Blue Hole ist einer der aufregendsten und leider auch gefährlichsten Tauchplätze der Welt. Nach Angaben der ägyptischen Behörden hat der Spot bereits rund 40 Todesopfer gefordert – eine Zahl die ständig weiter steigt. Das Blue Hole hat sich dadurch den Spitznamen “Taucherfriedhof” erworben und dieser Eindruck wird vor Ort von den vielen Gedenktafeln untermauert.
Tiefes Blau in alle Richtungen
Von der Topographie ist das Blue Hole ein ca. 100 Meter tiefes und 60 Meter durchmessendes Loch, dessen Wände nur einen geringen Korallenbewuchs aufweisen. Schwebt man in der Mitte sind die Wände zu beiden Seiten außer Sicht und ein berauschendes Blau dehnt sich in alle Richtungen. Der Tauchplatz vermittelt dadurch einen Eindruck wie sich das Freiwassertauchen im offenen Meer anfühlt. Das folgende Video vermittelt einen Eindruck vom Tauchen im Blue Hole.
The Arch
In ca. 50 bis 60 Metern Tiefe führt “The Arch”, ein bogenförmiger Durchbruch ins offene Meer. Hier ereignen sich aufgrund der großen Tiefe und des dadurch einsetzenden Tiefenrauschs die meisten der Unfälle. Auch andere Faktoren spielen dabei aber eine Rolle. So ist der Durchgang aufgrund des schrägen Winkels zwischen Blue Hole und dem Meer schwer zu erkennen, wodurch einige Taucher den Einstieg verfehlen und ihn in größerer Tiefe suchen. Ein Fehler, denn dadurch werden die negativen Auswirkungen des
Tiefenrauschs weiter verstärkt. Durch die Lichtverhältnisse wirkt der 26 Meter lange Tunnel außerdem deutlich kürzer als er wirklich ist und eine häufig auftretende Gegenströmung aus dem Meer erschwert das Vorankommen. Die Verbindung zwischen Bogen und Meeresgrund liegt zudem außer Sichtweite und ohne Referenz wird die Tiefenbestimmung erschwert.
Faszination und Gefahr
Aus all diesen Gründen ist das Blue Hole nur für erfahrene Taucher zu empfehlen. Natürlich übt der Tauchspot aber trotz oder gerade wegen der Gefahren eine ungebrochene Faszination auf Taucher aus. Dem Nervenkitzel ist eben schwer zu widerstehen. Für einen sicheren Tauchgang durch ” The Arch” sind ein kompetenter Guide und eine Ausbildung in fortgeschrittenen Tauchtechniken die Grundvoraussetzungen.
Blue Hole ohne Tiefenrausch
Für Taucher, die auch ohne die Grenzerfahrung mit der Tiefe auskommen, bietet sich ein Einstieg bei den “Bells” an, einem nordöstlich vom Blue Hole gelegenen Einschnitt in der Riffwand. Neben dem Einstieg kann man kurz aufsetzen und die Flossen anlegen. Direkt im Riffspalt taucht man auf 8m ab und sieht dann bereits die “Bells”. Es handelt sich dabei um einen Kamin, der auf etwa 28 Metern wieder zur Außenwand führt. Mit der Steilwand zur Rechten geht es dann in Richtung Blue Hole, wobei man langsam auf etwa 7m aufsteigt. So gelangt man an den “Sattel”, wo man aus dem Freiwasser ins Blue Hole queren kann. Der Sattel ist vom Bewuchs her die schönste Stelle des eigentlichen Blue Hole und lädt zum kurzen verweilen ein. Ab hier geht es an den Innenwänden wahlweise links oder rechts an den Hauptein- bzw. in diesem Fall -ausstieg.
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ich hab dort meinen advance gemacht, der kamin ist der geilste einstieg von allen!